Lina Magull jubelt im grünen Deutschlandtrikot indem sie eine Kusshand vor den Mund hält und zur Eckfahne läuft, hinter ihr erkennt man gerade so die geschlagene Mary Earps im Sechzehner knien.

Türchen 23. Karriere-Enden und Nationalelf-Rücktritte deutscher Spielerinnen im Jahr 2025

Heute möchten wir auf einige aktive Karrieren zurückblicken, die in diesem Jahr vollständig oder zumindest im deutschen Nationalteam zu Ende gegangen sind. Gleich mehrere dieser Spielerinnen feierten im Jahr 2016 bei den Olympischen Spielen mit der Goldmedaille einen unvergleichlichen Erfolg.

Nationalteam-Rücktritte

Lina Magull, Inter Mailand 

Im März 2025 trat Mittelfeldspielerin Lina Magull aus der DFB-Elf zurück. Insgesamt kommt sie auf 77 A-Länderspiele. Bereits mit der U20 gewann sie 2014 in Kanada die Weltmeisterschaft. Ihr wohl größter Erfolg mit dem DFB-Team war der Vize-Europameisterinnentitel bei der EM 2022 in England, bei der sie mit ihrer kreativen und spielfreudigen Art eine zentrale Rolle für ihr Team spielte. Das betont auch DFB-Sportdirektorin Nia Künzer, die sie als „feine Technikerin mit intelligenter Spielweise“ sowie als angenehmen und zugänglichen Menschen beschreibt und hervorhebt, wie sehr Magull das Team mit ihren Talenten bereichert hat.

Mit ihrem Rücktritt kündigte Magull an, sich nun stärker auf ihren Verein Inter Mailand konzentrieren zu wollen. Dorthin war sie Anfang 2024 für viele überraschend gewechselt, mit dem Wunsch nach einem neuen Abenteuer, neuen Herausforderungen und mehr Spielzeit, die sie zuletzt beim FC Bayern München nicht mehr erhalten hatte. Zuvor spielte die Ex-Bayern Kapitänin bereits für den SC Freiburg und den VfL Wolfsburg; ihre Profikarriere begann 2009 beim FSV Gütersloh. 

Ein Thema, das Magull besonders prägt, ist ihr offener Umgang mit mentaler Gesundheit. Im Podcast Wie geht’s? sprach sie im Juni 2025 erstmals darüber, nach ihrem Wechsel in die italienische Liga an schweren Depressionen erkrankt zu sein. Ihre ehrliche und eindrückliche Schilderung zeigt, wie wichtig es ist, diesem Thema im Fußball eine stärkere Stimme zu geben.

(Sophia Brauner)

Sara Däbritz, Real Madrid

Im Oktober 2025 trat Mittelfeldspielerin Sara Däbritz aus dem deutschen Frauen-Nationalteam zurück. Mit 111 A-Länderspielen und 18 Toren blickt die 30-Jährige auf eine außergewöhnliche internationale Laufbahn zurück. Bereits im Nachwuchsbereich feierte sie große Erfolge: 2012 führte sie die U17 als Kapitänin zum EM-Titel, 2014 gewann sie mit der U20 die Weltmeisterschaft in Kanada.

Däbritz gehörte zum Team, das 2013 den bis heute letzten EM-Titel holte. Als junge Spielerin rückte sie damals nachträglich in den Kader von Bundestrainerin Silvia Neid und wurde zweimal eingewechselt. Bei der WM 2015 in Kanda war sie dann bereits eine wichtige Kaderspielerin, die zwar nicht immer startete, aber im Spiel um Platz Drei gegen England 120 Minuten auf dem Platz stand.

Ihr wohl größter Triumph mit dem DFB-Team war die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo sie im Halbfinale gegen Kanada mit einem Schuss von außerhalb des Sechzehners den 2:0-Endstand ins linke untere Eck erzielte. Bis auf das letzte Gruppenspiel stand sie in allen Partien in der Startelf. Von da an war sie bei großen Turnieren gesetzt, die WM 2019 in ihrer Wahlheimat Frankreich war für sie persönlich vermutlich ihr stärkstes Turnier, aber auch ihre Vorlage zum Anschlusstreffer im Viertelfinale gegen Schweden konnte das Ruder nicht herumreißen. Bei der EM 2022 in England stand sie in jeder Partie in der Startelf.

Sara Däbritz und Tabea Kemme stehen nebeneinander mit ihren Goldmedaillen und applaudieren, beide schauen dezen lächelnd nach links oben.
Sara Däbritz und Tabea Kemme bei der Siegerehrung nach dem Finale von Rio. Foto: IMAGO/Annegret Hilse

Die Mittelfeldstrategin aus Amberg in Ostbayern begann ihre Karriere bei der SpVgg Ebermannsdorf, spielte in der Jugend für JFG Vilstal, die SpVgg Weiden 2010 und schließlich den SC Freiburg. Beim Sport-Club gelang ihr außerdem der Durchbruch in die Bundesliga, mit anschließendem Wechsel zum FC Bayern München im Jahr 2015. Dort gewann sie 2016 die Deutsche Meisterschaft und erreichte 2018 das DFB-Pokalfinale.

Danach zog es sie nach Frankreich, wo sie nochmals an ihrer technisch versierten und vorausschauenden Spielweise feilte. Von 2019 bis 2022 schnürte sie die Schuhe für PSG und hatte nach einem guten Start im Winter 2019 das Pech, einen Kreuzbandriss zu erleiden. Schon vor der EM 2022 entschied sie sich für einen Wechsel zu Konkurrenz und gab ihren Wechsel zu Olympique Lyon (inzwischen OL Lyonnes) bekannt. Seit dem Sommer 2025 spielt sie für Real Madrid.

(Annika Becker)

Karriere-Enden

Melanie Leupolz, Real Madrid

Es gibt ein YouTube-Video aus dem August 2014, in dem der FC Bayern seinen Neuzugang Melanie Leupolz vorstellt. Auf die Frage, was sie wohl machen würde, wenn sie nicht Fußballerin geworden wäre, antwortet die damals 20-Jährige: „Ich glaube, ich wäre in einer Firma und würde versuchen, mich Stück für Stück nach oben zu arbeiten, um irgendwann die Chefin zu sein.“ Es ist ein Satz, der viel über Leupolz verrät. Mit der Klarheit und Zielstrebigkeit, die aus diesen Worten spricht, geht sie auch ihre Karriere im Fußball an. 

Die beginnt im Allgäu, bei ihrem Heimatverein TSV Ratzenried, führt sie zum TSV Tettnang und 2010 zum Zweitligisten SC Freiburg. Dort gelingt ihr in der ersten Saison direkt der Aufstieg in die Bundesliga. Im Februar 2014 verkündet die junge Mittelfeldspielerin ihren Wechsel zum FC Bayern. Gleich in ihrer Premierensaison in München wird sie Deutsche Meisterin. Mit 24 trägt sie bei den Bayern die Kapitäninnen-Binde. Nach dem Ende ihres Vertrags im Sommer 2020 wechselt Leupolz zum FC Chelsea.

Isabel Kerschowski, Melanie Leupolz und Mandy Islacker tragen ihre Goldenen Medaillen über ihren silbernen Team Germany DOSB-Jacken und lachen, Kerschowski und Islacker außen sind beide Leupolz in der Mitte zugewandt, Islacker und Leupolz haben sich an den Armen miteinander eingehakt.
Rio 2016: Isabel Kerschowski, Melanie Leupolz und Mandy Islacker (v.l.) mit ihren Goldmedaillen bei den olympischen Sommerspielen. Foto: IMAGO/Eibner.

In London kommt im September 2022 ihr Sohn zur Welt. Für große Aufmerksamkeit sorgt ihre Entscheidung, ihn im Sommer 2023 mit zur WM nach Australien und Neuseeland zu nehmen. Es ist ihr letztes Turnier als Spielerin, nur wenige Wochen später zieht Melanie Leupolz einen Schlussstrich unter ihre Nationalmannschaftskarriere. „Die Fülle an Belastungen“ sei zu viel geworden, erklärt sie im September 2023. Sie wolle sich ab sofort auf Chelsea konzentrieren. 79 A-Länderspiele hat Leupolz zu diesem Zeitpunkt bestritten, ist 2013 in Schweden Europameisterin geworden und 2016 in Rio Olympiasiegerin.

Mit dem FC Bayern hat „Melly“ zweimal die Deutsche Meisterschaft gewonnen und ist mit dem FC Chelsea viermal Englische Meisterin geworden, ehe sie zur Saison 2024/25 zu ihrem letzten Verein Real Madrid wechselt. Am 13. Juni 2025 gibt Melanie Leupolz nach einer Zeit mit vielen Verletzungen das Ende ihrer aktiven Karriere bekannt. Ihr Video auf Instagram endet mit den Worten „Thank you football!“

Ende des Jahres gab der DFB bekannt, eine neue Position als Koordinatorin für „Female Player Care & Development“ innerhalb der DFB-Akademie geschaffen zu haben, besetzt mit Leupolz. Sie soll für Nationalspielerinnen Ansprechpartnerin sein zu Themen wie Schwangerschaft, Zyklus oder Kreuzbandverletzungen.

(Lisa Seiler)

Michaela Specht, Eintracht Frankfurt II

Bei ihrem letzten Spiel ihrer Karriere machte Michaela Specht da entscheidende Tor beim Sieg von Eintracht Frankfurt II über Borussia Mönchengladbach – wie man das als Innenverteidigerin und spielende Trainerin so macht. Specht bestritt in achteinhalb Jahren 122 Bundesligaspiele für die TSG Hoffenheim, wo ihr nach der Jugendzeit beim FC Bayern München der Durchbruch gelang, sowie sechs Champions-League-Partien. Nach einem kurzen Intermezzo bei Real Sociedad San Sebastián im Jahr 2022 kehrte sie für einige Jahre zur TSG zurück.

Bereits dort hospitierte sie in der Jugendakademie als Spielanalystin, wie sie mir vor einer Weile in einem Interview für web.de erklärte, „ich sehe mich eher in der Analyse, weil ich an so ein Fußballspiel eher analytisch und weniger emotional herangehe.“

Michaela Specht in der Trainingskluft von Werder Bremen mit ihren Initialen auf der Trainingsjacke, sie grinst direkt in die Kamera.
Inzwischen ist Michaela Specht Co-Trainerin im Staff von Fritzy Kromp beim SV Werder Bremen. Foto: IMAGO/Eibner

Dann folgte der Ausklang bei der Eintracht, wo sie als spielende Assiatenztrainerin für Trainerin Scouting und Analyse im Staff der damaligen Trainerin Fritzy Kromp stand. Das funktionierte so gut, dass Kromp die 28-Jährige bei ihrem Wechsel zum SV Werder Bremen als Co-Trainerin mitnahm. Spechts Spezialisierung liegt weiterhin in der Analyse und Scouting-Arbeit, parallel ist sie zusätzlich als Analystin für die österreichische U19 tätig.

Mit ihrer frühzeitigen Vorbereitung auf die Zeit nach der aktiven Karriere ist Specht ein Vorbild für viele Spielerinnen, zumal der Weg in die Trainingsarbeit für Frauen nach wie vor schwierig ist. Neben ihrer analytischen Arbeit absolvierte sie ein Studium der Wirtschaftspsychologie bzw. Wirtschaftspädagogik, das sie parallel zum Fußball bewältigte, auch wenn sie selbst betonte, wie schwierig es inzwischen geworden sei, ein richtiges Studium und eine Fußballerinnen-Karriere miteinander zu vereinbaren.

Auch wenn es nach den U-Nationalteams nicht auch noch für die A-Nationalelf gereicht hat, habe ich sie immer sehr gerne spielen sehen, weil man ihr diese strategische Denkweise in den Partien angesehen hat und sie das ein Stück weit von anderen Verteidigerinnen in der Bundesliga abgehoben hat. Nicht nur deswegen freue ich mich sehr, dass sie dem Fußball erhalten bleibt und bin gespannt, wohin Spechts Weg in Zukunft führt.

(Annika Becker)

Tabea Sellner, VfL Wolfsburg

Tabea Sellner, geb. Waßmuth, hing zum Ende der Bundesligasaison 2024/25 ihre Fußballschuhe an den Nagel. Es sei für sie der richtige Zeitpunkt, jetzt„ein neues Kapitel aufschlagen“. Nach neun Jahren bei der TSG Hoffenheim, verbrachte die Stürmerin die letzten vier Jahre ihrer aktiven Karriere beim VfL Wolfsburg, wo sie auf eine erfolgreiche Zeit zurückblickt: 21 Tore in 42 Spielen, eine deutsche Meisterinnenschaft und drei DFB-Pokal-Titel. In der Champions-League-Saison 2021/22 erzielte sie zudem zehn Tore und belegte damit Platz zwei der Torschützinnenliste, hinter Alexia Putellas. Für die DFB-Auswahl erzielte die Vize-Europameisterin von 2022 in 25 Spielen 5 Tore. 

Tabea Sellner jubelt im Wolfsburg Trikot mit über den Kopf gereckten Fäusten und einem Jubelschrei auf den Lippen, ihr Zopf weht über ihr in der Luft, weil sie nach einem Sprung gerade gelandet ist, hinter ihr frustrierte Gegenspielerinnen von Bayern.
Tabea Sellner bejubelt ihr Tor gegen Bayern München in der Rückrunde der Saison 2021/22. Foto: IMAGO/foto2press

VfL-Sportdirektor Ralf Kellermann über Sellner: „Tabea kann mit Stolz auf ihre Karriere zurückblicken. Während ihrer Zeit hier beim VfL hatte sie einen sehr wichtigen Anteil an unseren Erfolgen und Titeln.“ Im April 2024 brachte die ehemalige Wölfin ihren Sohn Paul zur Welt; ihr Comeback im September 2024 krönte sie mit einem Treffer im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen AC Florenz. Kurz vor ihrem Karriereende stellte Sellner außerdem ihre Dissertation zum Thema Aufmerksamkeitstraining bei Schlaganfallpatient*innen fertig.

(Sophia Brauner)

Leonie Maier, VfB Stuttgart

Als letzten Sommer Leonie Maiers Wechsel zum Regionalligisten VfB Stuttgart bekannt gegeben wurde, waren nicht wenige überrascht. Immerhin hatte sie im Sommer 2024, ein Jahr nach ihrem Nationalmannschaftsrücktritt, ihr Karriereende bei der TSG Hoffenheim verkündet und wurde am letzten Spieltag zuhause gegen ihren Ex-Verein München beidseitig gebührend verabschiedet. Doch für die gebürtige Stuttgarterin ging mit der Möglichkeit für ihren Herzensverein das Trikot mit dem Brustring zu tragen „[…] ein Kindheitstraum in Erfüllung“, und so führte sie in ihrer letzten Profisaison Stuttgart zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und durfte Fußballgeschichte mitschreiben. 

Apropos Kindheitstraum, wie so viele Profi-Fußballerinnen beginnt Leonie Maiers Karriere schon ganz jung beim Fußballspielen mit ihren Brüdern. Später ersetzte sie ihre Geschwister mit den Jungs ihres Dorfvereins TV Aldingen. Das Ziel war für die junge Maier klar: „Ich will Nationalspielerin werden.“ Dafür arbeitete sie auch hart, bis zur B-Jugend spielte sie in der Männermannschaft des JSG Remseck und absolvierte wöchentlich extra-Schichten mit Coach Dieter Grauer und zusätzlich noch Trainingseinheiten an den DFB-Stützpunkten Marburg und Ludwigsburg. 2009 ging es für die 16-jährige zum Zweitligisten Vfl Sindelfingen. Anderthalb Jahre später lieferte Maier ihr Bundesligadebüt – für den SC 07 Neuenahr.

Ihr Weg ging steil noch oben, es folgten sechs Jahre für den FC Bayern München, inklusive zwei deutschen Meisterschaften und einer DFB-Pokalfinal-Teilnahme. Nach vier Jahren in England in der WSL bei Arsenal und Everton, kehrte die zweikampfstarke Außenverteidigerin nach Deutschland zur TSG Hoffenheim zurück.

Doch am erfolgreichsten war ihre Zeit beim DFB, für den sie seit ihrem 14. Lebensjahr auflief. Nach 53 Spielen für die Jugendteams besitzt sie eine beeindruckende Medaillensammlung: U17 WM Bronze, U17 EM Gold, U19 EM Gold und U20 WM Silber. 2013 wurde sie mit dem A-Team bei der EM in Schweden Europameister und verpasste keine Spielminute. Am allerliebsten erinnert sie sich jedoch an den Olympiasieg 2016 in Rio, da bekomme sie „[…] immer noch Gänsehaut“. 

Leonie Maier küsst ihre Goldmedaille bei der Vergabe nach dem Finale von Rio.
Auch Maier feierte in Rio mit der Goldmedaille einen großen Erfolg. Foto: IMAGO/Eibner.

Und jetzt, nach 79 Spielen in schwarz-rot-gold und über 300 Pflichtspiel-Einsätzen, sowie etliche besonderen Momente, ist Leonie Maiers Karriere endgültig abgeschlossen, da wo sie vor 32 Jahren auch begonnen hat: in Stuttgart. Mit dem historischen Aufstieg der Roten in die 2. Bundesliga. Ein schönes Ende. 

(Sandra Kreiner)

Hasret Kayikçi, SC Freiburg

Die 34-Jährige ist mit 225 Pflichtspielen und 78 Toren die Rekordspielerin des SC Freiburg, für den sie seit 2011 auflief und dessen Kapitänin sie seit 2021 war. Bereits im Nachwuchsbereich feierte sie große Erfolge: 2010 gewann sie mit der U-19 die Europameisterschaft in Mazedonien, bevor sie sich im letzten Gruppenspiel einen Kreuzbandriss zuzog – der erste von drei in ihrer Karriere bei insgesamt acht Knieverletzungen. Deshalb schwang bei ihr immer irgendwie die Frage mit, wie die Laufbahn in Verein und Nationalteam wohl ohne diese ganzen schmerzhaften Unterbrechungen ausgesehen hätte.

Mit dem FCR Duisburg gewann sie zweimal den DFB-Pokal (2009 und 2010) und einmal den UEFA Women’s Cup (2009), den Vorläufer der heutigen Champions League. Für das deutsche Nationalteam absolvierte Kayikçi elf Länderspiele und erzielte dabei sechs Tore. Ihre einzige Teilnahme an einem großen Turnier war die EM 2017 in den Niederlanden, vor der EM 2022 stand kurzzeitig ein Comeback im Raum. Nominiert wurde sie letzendlich aber nicht.

Hasret Kayikci steht im roten Freiburg-Trikot und mit Pride-Kapitäninnenbinde bereit einen freistoß zu schießen.
Hasret Kayikci vor einem ihrer gefürchteten Freistöße, hier im Spiel gegen Eintracht Frankfurt während der Saison 2022/23. Foto: IMAGO/Eibner

Was Kayikci auf dem Platz u.a. besonders ausgezeichnet hat, war ihre feine Schusstechnik. Die gebürtige Heidelbergerin schlenzte Freistöße und Fernschüsse aus der Distanz mit so viel Gefühl aufs Tor wie kaum eine andere in der Bundesliga und brachte damit die gegnerischen Torhüterinnen immer wieder in Bedrängnis. Allein deswegen hat das Zuschauen immer Freude bereitet, dazu kamen dann noch die Qaulitäten als Spielmacherin und Kapitänin. Auch abseits des Rasens nahm Kayikçi kein Blatt vor den Mund, wurde in Interviews immer wieder deutlich, wenn es um Trainings- und Spielbedingungen ging.

Dem SC bleibt sie erhalten, sie ist ins Management des Vereins gewechselt und ist im Scouting aktiv und soll so den Verein über das 50. Jubiläum der Frauenabteilung hinaus prägen.

(Annika Becker)

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