Neues zur Saison 2025/26: Zweite Bundesliga, Regionalligen & Pokal. Daneben eine stilisierte Deutschlandkarte mit den Vereinswappen an den entsprechenden Stellen. Die Teams sind (von Nord nach Süd): SV Meppen, VfL Wolfsburg II, Turbine Potsdam, Viktoria Berlin, VfR Warbeyen, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach, SG 99 Andernach, FSV Mainz 05, Eintracht Frankfurt II, VfB Stuttgart, FC Ingolstadt, SC Sand, FC Bayern München II.

Neuerungen zur Saison 2025/26: 2. Bundesliga, Regionalligen und DFB-Pokal

Die Saison 2025/26 bringt einige Veränderungen mit sich, im zweiten Teil unseres Überblicks geht es um die 2. Bundesliga, die Regionalligen und den DFB-Pokal.

Update 19.08.25: Es gibt neue Streamingpartner für die 2. Bundesliga, Details unten.

Die 2. Bundesliga wurde im Gegensatz zum Oberhaus nicht aufgestockt, es bleibt also bei 14 Teams mit zwei Aufsteigerinnen und drei Absteigerinnen. Aber durch die Übergangssaison 2024/25 mit drei Aufsteigerinnen in die 1. Bundesliga, Erstliga-Absteigerin Turbine Potsdam und fünf Aufsteigerinnen aus den Regionalligen zur aktuellen Spielzeit wurde das Teilnehmendenfeld kräftig durchgemischt. Los geht es bereits am 23. August, das Saisonfinale ist – wie eine Etage weiter oben – am 17. Mai 2026.

Zweite Bundesliga: Durchlauferhitzer mit Spannung

Ein Spieltag hat üblicherweise maximal zwei verschiedene Anstoßzeiten, zum Eröffnungsspiel empfängt Mainz 05 den SC Sand am genannten Samstag um 17:30 Uhr, Sonntag um 14 Uhr finden alle anderen Partien parallel statt. In der Regel sind die Anstoßzeiten sonntags um 11 und 14 Uhr.

Fünf Mainzerinnen mit "Meisterinnen"-Shirts, Medaillen und Ski-Brillen schunkeln singend und lachend in einer Reihe: Von links nach rechts Vital Kats, Chiara Bouziane, Ebru Uzungueney, besonders inbrünstig feiernd Mentalcoach Sandra Kärger und ganz rechts Mamiko Matsumoto, die sich lachend ein Ohr zuhält.
Aufstiegsfeier nach dem Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken. Von links nach rechts: Vital Kats, Chiara Bouziane, Ebru Uzungueney, Mentalcoach Sandra Kärger und ganz rechts Mamiko Matsumoto. Foto: IMAGO/Eibner.

Neue Streamingpartner für die 2. Bundesliga

Richtige TV-Übertragungen gibt es nur in seltenen Einzelfällen, Streamingpartner war eigentlich noch bis zum Ende der Spielzeit 2026/27 Sporttotal – mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich brachte. Der Anbieter durchläuft allerdings ein Insolvenz-Verfahren in Eigenverantwortung. Das bedeutet, dass der Betrieb des Dienstes weiterlaufen kann, gleichzeitig ist aber eben offen, wie erfolgreich das Insolvenz-Verfahren verläuft. Und das scheint jetzt zu einer Neu-Orientierung für die 2. Bundesliga geführt zu haben.

Der DFB vermeldete, dass für 2025/2026 bis 2027/2028 werden Ligen und Leagues neuer Produktions- und Streamingpartner. Während Ligen die Bilder produziert und dabei auf von Menschen geführte Kameras, dafür waren vor wenigen Wochen noch Stellen auf „Minijob-Basis oder freiberuflich“ ausgeschrieben. Das soll die Qualität der Übertragungen steigern, zu sehen sind diese dann kostenlos auf der Plattform von Leagues. Es sollen zudem Highlight- und Matchclips für Social Media produziert werden.

Besonders interessant für die Klubs dürfte sein, dass erstmals digitale Werbeeinblendungen möglich sind, der DFB schreibt dazu: „Sponsoren buchen einzelne Spielminuten, in denen ihre Marke während des Livestreams und – falls ein Tor fällt – zusätzlich in den offiziellen Highlight-Clips präsent ist. Dieses Modell eröffnet den Klubs neue Erlösquellen und stärkt ihre wirtschaftliche Basis.“

Bisher hatten die Vereine keine Möglichkeit, von den Streams direkt zu profitieren, zumal die Qualität eine Vermarktung nicht gerade attraktiv für Sponsoren machte.

Weniger Zweitvertretungen, fünf Aufsteigerinnen

Sportlich tummelten sich noch vor wenigen Saisons viele Zweitvertretungen in der Liga, inzwischen hat sich das zumindest vorübergehend etwas revidiert, vor allem weil immer mehr Lizenzvereine aus den unteren Ligen nach oben drängen. Für die Reserveteams – und auch einige traditionelle Ausbildungsvereine – wird die Luft also erstmal dünner. So gibt es in der Spielzeit 2025/26 nur drei Zweitvertretungen in der Liga: Eintracht Frankfurt II, FC Bayern München II und VfL Wolfsburg II.

Sieben Spielerinnen des VfB Stuttgart sitzen auf der Bank, sie tragen weiße T-Shirts mit einer großen, roten 2 drauf: "2. Frauen Bundesliga". Und Ski-Brillen, auf die "Aufsteigerinnen" geschrieben wurde.
Aufstiegsfeier nach dem Spiel gegen TSV Schwaben Augsburg. Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel.

Bemerkenswert: Durch den Aufstieg des ersten Teams in die 1. Bundesliga hätte das Team von HSV II durch die gewonnene Regionalliga-Meisterinnenschaft in die 2. Bundesliga aufsteigen können. Der Verein beantragte für die Zweitvertretung aber keine Zulassung für die 2. Bundesliga. Dadurch stiegen die Vize-Meisterinnen der Regionalliga Nord auf, die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg. Die anderen „Neuen“ sind: Mainz 05, VfB Stuttgart, VfR Warbeyen und Viktoria Berlin.

Neue Gemengelage in der 2. Bundesliga

Durch diese in großen Teilen neue Zusammensetzung ist die 2. Bundesliga ein Stück weit unberechenbar. Es gibt einerseits Klubs wie Meppen, Sand oder Andernach, die mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln viel richtig machen und (ähnlich wie der bereits abgestiegene FSV Gütersloh) wichtige Ausbildungsvereine sind.

Rio Takizawa hat den Ball vor sich und schaut zum rechten Bildrand, wohin sie spielen kann. Hinter ihr unscharf zu erkennen eine Mitspielerin und mehrere Gegenspielerinnen.
Die japanische Mittelfeldspielerin Rio Takizawa machte 2024/25 für den SC Sand die zweitmeisten Spielminuten. Hier ist sie bei der Auswärtspartie gegen Eintracht Frankfurt II am 23. Spieltag zu sehen. Foto: IMAGO/Eibner.

Sie hatten in der jüngeren Vergangenheit Ambitionen auf den Aufstieg und haben diesen teilweise erreicht, verlieren ihre besten Spielerinnen aber regelmäßig an die finanzkräftigere Konkurrenz. Womöglich werden sie ins Mittelfeld oder gar zusammen mit den Reserveteams in den Abstiegskampf gedrängt, das war für Andernach bereits vergangene Saison der Fall.

Dann gibt es als weitere größere Gruppe die Lizenzvereine, die unbedingt aufsteigen wollen, und im Fall des VfB Stuttgart eindeutig den Durchmarsch anpeilen. Dafür wurden in diesem Sommer erneut weite Teile des Kaders ausgetauscht, ähnlich wie es zum Beispiel auch bei Borussia Dortmund zu beobachten ist. Für den zweiten Anlauf kräftig verstärkt hat sich auch der VfL Bochum, wo mit Ana Oliveira Leite und Leana Zaugg u.a. zwei Schweizer Meisterinnen von YB zum Verein kommen.

Vier Spielerinnen von YB Bern Frauen feiern ausgelassen mit aufgerissenen Mündern und strahlenden Gesichtern, eine von ihnen, Ana Oliveira, die zweite von links, springt gerade mit über den Kopf gehobenem Pokal in die Höhe, die anderen haben die Arme hochgerissen. Auf ihren T-Shirts steht Schweizer Meisterinnen 2025. Sie tragen außerdem Medaillen um den Hals.
Feiern nach dem Women’s Super League Finale 2025: Neu-Bochumerin Ana Oliveira Leite mit der Trophäe nach dem gewonnen Spiel von YB gegen GC. Außerdem Wibke Meister (links), Lisa Josten und Noa Schärz (rechts). Foto: IMAGO /justpictures.ch.

Eine Sonderrolle haben Turbine Potsdam und Viktoria Berlin. Die Turbine würde sicherlich gerne erneut den direkten Wiederaufstieg schaffen, haben aber dieses Mal viel härtere Konkurrenz bei gleichbleibend schwieriger finanzieller Lage vor der Nase. Und Investor*innen-Klub Viktoria will bis 2027 in der 1. Bundesliga spielen und hat dafür ebenfalls einen großen Kader-Umbau vorgenommen, der Verein vermarktet sich als Gegenentwurf zum männerdominierten Fußball.

Große Ambitionen haben also viele Vereine in der Spielzeit 2025/26, aber Aufstiegsplätze gibt es dieses Mal eben wieder nur zwei.

Wieder nur noch ein direkter Aufstiegsplatz in Regionalligen

Durch die Aufstockung der 1. gab es in der vergangenen Saison auch in der 2. Bundesliga eine Ausnahmeregelung: Die Meisterinnen aller fünf Regionalligen stiegen auf. Das ist zur Saison 2025/26 wieder nicht mehr so. Nur die Meisterinnen der Regionalliga Süd gehen zur Saison 2026/27 tatsächlich direkt hoch, die anderen vier Regionalliga-Meisterinnen spielen eine Aufstiegsrunde aus Hin- und Rückspiel, wobei erstmals nicht vorher festgelegt ist, welche Ligen gegeneinander spielen.

Stattdessen gibt es laut §47a der DFB „Spielordnung und Schiedsrichterordnung“ eine Auslosung. Zu den möglichen Aufstiegs-Kandidatinnen in den Regionalligen gehören u.a. Hertha BSC, Holstein Kiel und Borussia Dortmund. In den Regionalligen West, Süd und Südwest geht es schon in der nächsten Woche los, die Regionalligen Nord und Nordost starten eine Woche später.

DFB-Pokal mit neuer Vorrunde

Was nach größeren Umbau-Maßnahmen des DFB-Pokals klingt, ist eigentlich vor allem eine sprachliche Verfeinerung. Aber der Reihe nach. Es gibt eine neue Playoff-Vorrunde, in der 32 Teams um 16 Plätze in der neuen ersten Hauptrunde des Pokals spielen. In dieser Playoff-Vorrunde treten die 21 Landespokalsiegerinnen, die fünf Regionalliga-Meisterinnen und die teilnahmeberechtigten Zweitligistinnen ab dem fünften Tabellenplatz und abwärts der Saison 2024/25 teil.

Aylin Yaren hält den Landespokal und Meisterinnenpokal der Regionalliga Nordost mit einem grinsen in die Kamera, sie trägt ihr Viktoria-Berlin-Trikot mit der Rückennummer nach vorn und eine Medaille um den Hals. Hinter ihr steht mit etwas Abstand Mitspielerin Laura Casanovas Díaz und fotobombt grinsend und auf die Zehenspitzen gereckt.
Aylin Yaren hält den Landespokal und Meisterinnenpokal der Regionalliga Nordost, Laura Casanovas Díaz übt sich im Photobombing Foto: IMAGO/Matthias Koch.

Zweitvertretungen zählen nicht dazu. Die Lostöpfe für die Playoffs werden nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellt und Teams unterhalb der 2. Bundesliga haben im gesamten Wettbewerb immer Heim-Recht.

Die so ermittelten 16 teilnehmenden Vereine (Topf 1) treffen dann in der ersten Hauptrunde (27. bis 29. September 2025) auf die zwölf Erstligistinnen der Spielzeit 2024/25 und die vier bestplatzierten Teams der 2. Bundesliga aus der vergangenen Saison (beide Topf 2). Ab dem Achtelfinale gibt es nur noch einen Lostopf. Das Finale steigt am 14. Mai 2026 in Köln.

Das klingt kompliziert, ist bis auf wenige Details und den Namen der Runde aber so wie vorher (hier einmal der Wikipedia-Eintrag zur vergangenen DFB-Pokal-Saison zum schnellen Vergleich).

Übertragungen DFB-Pokal

Bis zum Achtelfinale zeigt Sky in dieser Spielzeit ein Spiel pro Runde live, ab dem Viertelfinale dann alle Partien. ARD und ZDF haben die Rechte, um ebenfalls ein Spiel pro Runde zu übertragen, sie sind aber nur dazu verpflichtet, ein Halbfinale und das Finale zu zeigen.

Eine Spielerin im schwarzen Trikot des VfR Warbeyen jubelt mit ausgestreckten Zeigefingern und schaut lachend zum rechten Bildrand, hinter ihr unscharf zu erkennen ist das Publikum auf einer kleinen Steintribüne.
Der VfR Warbeyen holte 2025 den dritten Niederrhein-Pokal-Titel in vier Jahren, auf dem Foto jubelt Yasmeen Al Zriekat über ihren Teffer im Halbfinale gegen die SV Heißen. Foto: IMAGO/Funke Foto Services.

Von der Saison 2026/27 an und bis 2029/30 wurden die Rechte neu vergeben und es wird laut DFB erstmals für jedes Spiel der Hauptrunde ein „Übertragungssignal für eine mediale Verwertung produziert. Die Begegnungen, die nicht in der ARD oder dem ZDF und nicht auf Sky übertragen werden, werden live auf DFB-eigenen Plattformen ausgestrahlt.“

ARD und ZDF werden dann inklusive des Finalspiels fünf statt wie bisher verpflichtend zwei Spiele übertragen, eines in jeder Hauptrunde. Sky überträgt ab 2026/27 insgesamt elf Partien und darf frei entscheiden, welche das sein werden. Neben den bereits genannten haben Sport1 und der Kicker das Recht, bis zu fünf Minuten lange Highlight-Videos der Partien pro Spiel zu zeigen.

Im nächsten Teil geht es weiter mit dem neuen Modus in der Champions League sowie dem neu geschaffenen UEFA Women’s Europa Cup. Und hier geht’s zum ersten Teil über die 1. Bundesliga.

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Annika Becker berichtet als freiberufliche Journalistin unter anderem für sportschau.de über die Bundesliga der Frauen und beleuchtet die strukturellen wie sportlichen Themen im Fußball. Seit 2022 gehört sie zur Jury des Guardian für die Wahl der „100 Best Female Footballers In The World“. Becker ist Teil der Crew von „FRÜF – Frauen reden über Fußball“, ansonsten ist als Expertin zum Beispiel im DLF oder bei der BBC zu hören - und natürlich bei "Becker & Pfeiffer - Der Fußballpodcast". An den Wochenenden findet man sie auch privat meist im Stadion, denn Beckers Fußball-Herz schlägt für zwei Ruhrgebietsvereine: den FC Schalke 04 und die SGS Essen.

3 thoughts on “Neuerungen zur Saison 2025/26: 2. Bundesliga, Regionalligen und DFB-Pokal”

  1. Ich bin ein wenig verwirrt bzgl. des Streamingpartners für die 2. BL.
    sporttotal.tv leitet mittlerweile auf usf.sport weiter. Das sieht für mich aber nicht so aus, als würden die auch Spiele übertragen, sondern nur Kamera-Systeme verkaufen.
    Catharina Schimpf von Viktoria Berlin hat in einem 11Freunde-Podcast (https://www.podcast.de/episode/690599142/em-extra-drei-ligen-drei-wege-wo-steht-der-berliner-frauenfussball-mit-sofian-chahed-hbsc-jennifer-zietz-fcu-catharina-schimpf-viktoria, ab ca. 39:00) erzählt, dass es einen neuen Streamingpartner mit dem Namen „Die Ligen“ (vmtl. die-ligen.net) gibt. Habe aber vom DFB selbst dazu nichts gefunden.
    Aber es ist ja auch noch eine ganze Arbeitswoche Zeit …

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