
Das sind die Neuerungen zur Saison 2025/26: Erste Bundesliga mit mehr Teams
Nach der EM ist – mal wieder – Aufbruchstimmung. Oder? Die Saison 2025/26 bringt jedenfalls einige Veränderungen mit sich, in Bundesliga und DFB-Pokal, aber auch international mit dem neuen Modus der UEFA Women’s Champions League und dem neu geschaffenen UEFA Women’s Europa Cup. Bei uns gibt es in mehreren Teilen alle Neuerungen im Überblick, den Anfang macht die 1. Bundesliga mit neuerdings 14 Teams.
DFB-Supercup
Nicht mehr ganz neu, aber gefühlt noch nicht so auf dem Radar: Bevor es mit der 1. Bundesliga losgeht, steht der Supercup an, der in der Saison 2024/25 wieder eingeführt wurde, nachdem es ihn zwischen 1992 und 1997 bereits gab. Die amtierenden Meisterinnen treffen auf die Pokalsiegerinnen, bei einem Double spielen Meisterin gegen Vize-Meisterin. Am 30. August heißt es demnach Bayern München gegen Wolfsburg, gespielt wird in Karlsruhe im Wildpark. Die Idee ist, dass jedes Jahr an einem anderen neutralen Standort gespielt wird, in Regionen, die sonst keinen Spitzenfußball der Frauen live zu sehen bekommen.
Bundesliga der Frauen nach der Aufstockung mit 14 Teams
Zum ersten Mal seit der Spielzeit 1997/98 gibt es eine große Veränderung in der Struktur der 1. Bundesliga: Damals wurde der Wettbewerb von einer zweigleisigen Liga mit einer Nord- und Südstaffel auf die eingleisige 1. Bundesliga mit 12 teilnehmenden Vereinen umgestellt. Jetzt kommt die Aufstockung auf 14 Teams. Das bedeutet konkret: Statt 22 gibt es nun 26 Spieltage, es gibt zwei direkte Abstiegsplätze, die Meisterinnen qualifizieren sich direkt für die Champions League, die Vizemeisterinnen für die zweite Qualifikationsrunde und die Drittplatzierten für die Dritte.


Ein Hauch von EM weht durch den Spielplan, das offizielle Eröffnungsspiel ist nämlich nicht auch das Erste. Die Saison wird offiziell eröffnet am 6. September 2025 mit der vielversprechenden Partie Bayern München gegen Bayer Leverkusen in der Allianz Arena (17:45 Uhr), Bayern vermeldete kürzlich, dass bereits 40.000 Tickets verkauft sind. Es winkt also mal wieder ein neuer Publikumsrekord in der Bundesliga nach den 38.365 bei Köln gegen Frankfurt in der Saison 2022/23.
Doch der Spieltag ist nach wie vor von Freitag bis Montag ausgebreitet, es wird also andernorts bereits früher vor den Ball getreten. Am Freitagabend (18:30 Uhr, 5. September) empfängt Eintracht Frankfurt die SGS Essen im Stadion am Brentanobad und am Samstag vor der offiziellen Eröffnung spielen die Kölnerinnen gegen Leipzig (14:00 Uhr, Franz-Kremer-Stadion).

Sonntags finden drei Partien statt, die um 14 Uhr, 16 Uhr und 18:30 Uhr angestoßen werden. Dazu kommen außerdem noch die Montagsspiele ab 18 Uhr. Einen kompletten Spieltag zu verfolgen, dauert also mindestens 10,5 Stunden Frei- oder Arbeitszeit. Zum Vergleich: In der 1. Bundesliga der Männer sind es 7,5.
Übertragungen und auffällige Ansetzungen
Bei den Übertragungen ändert sich erstmal nichts: Es gibt alle Spiele jeweils bei DAZN und MagentaSport und die Montagsspiele zusätzlich bei Sport1. ARD und ZDF dürfen zusammen in der Saison 10 Spiele live übertragen. Mit Ausnahme von Sport 1 gibt es bei allen diesen Anbietern und zusätzlich bei Sky Highlight-Zusammenfassungen aller Spiele.
Der letzte Spieltag ist am 17. Mai 2026 und die Winterpause ist nach dem 14. Spieltag bzw. dem 21. Dezember bis zum 25. Januar 2026 eingeplant. Zeitgenau angesetzt sind bisher nur die ersten vier Spieltage, auffällig beim Spielplan insgesamt ist aber, dass es im Vergleich zu früheren Saisons gehäuft vorkommt, dass Teams nicht den üblichen Wechsel aus Heim- und Auswärtsspiel haben, sondern gleich zwei Heim- oder Auswärtsspiele hintereinander.

Das kann vereinzelt vorkommen, richtig unrund wird es aber bei zwei Vereinen: für den FC Bayern gibt es vom 3. bis 5. Spieltag nur Heimspiele und vom 16. bis 18. Spieltag nur Auswärtsspiele. Beim SC Freiburg ist es umgekehrt. Das liegt an Hierarchie und Abhängigkeiten bei der Ansetzung, ist aber eigentlich nicht im Sinne eines ausgeglichenen Spielplans, selbst wenn man Bayerns mögliche internationale Reisen mal außen vorlässt.
So oder so gibt es auch für alle anderen Vereine durch die Aufstockung „englische Wochen“, die erste davon am 4. Spieltag, wenn von Dienstag bis Donnerstag angepfiffen wird, dann abgesehen von Bayern gegen Freiburg (18 Uhr) immer um 19 Uhr: Bundesliga-Nächte gibt’s also immerhin nicht.
Aufsteigerinnen und viele neue Trainer*innen
Durch Aufstiege neu in der 1. Bundesliga sind Union Berlin, der HSV und als direkte Wiederaufsteigerinnen die „Clubfrauen“ vom 1. FC Nürnberg, abgestiegen ist durch die Sonderregelung zur Liga-Aufstockung mit Turbine Potsdam in der vergangenen Spielzeit bekanntlich nur ein Verein. Es kommen aber nicht nur durch Aufstiege und Spielerinnentransfers neue Gesichter in die Liga, es gab auch vergleichsweise viele Trainer*innenwechsel: Gleich bei sechs der 14 Klubs steht jemand Neues an der Seitenlinie.

José Barcala übernimmt Bayern München, Stephan Lerch kehrt zum VfL Wolfsburg zurück, Edmond Kapllani trainiert den SC Freiburg. Bei Werder Bremen hat Friederike Kromp ihre erste Station als Cheftrainerin in der 1. Bundesliga, während Liése Brancão beim Hamburger SV das Ruder übernimmt. Und bei der SGS Essen wurde Robert Augustin vom Co-Trainer zum Teamchef befördert, während Thomas Gerstner offiziell der neue Trainer ist. Einen detaillierten Überblick über die neuen Trainer*innen lest ihr bei uns zu einem späteren Zeitpunkt.
Weiter geht es im nächsten Teil mit der 2. Bundesliga und den Regionalligen.

@news es kam mir bisher gar nicht die idee, dass das verfolgen der frauen-bundesliga zeitintensiver sein könnte als das der männer. was muss man tun, damit der dfb endlich mal eine konferenz bei den frauen anbietet 😮💨
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@dxciBel Krass, oder? Der Gedanke kam mir auch erst beim Schreiben. Die 2. Buli der Männer ist sogar noch "pflegeleichter" als die 1.
@news
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@abecker @news selbst die 3. liga mit 20 teams hat weniger anstoßzeiten als die frauen-bundesliga 🤯
verstehe nicht ganz, was die logik dahinter ist. habe auch dem dfb als ich noch bei der eintracht war oft genug gesagt, dass selbst ich als frauenfußball-besessene einzelspiele auch mal abschalte, wenn sie mich langweilen. eine konferenz könnte da super gegensteuern. stattdessen noch mehr anstoßzeiten.
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@dxciBel @news Ja und selbst wenn es keine Konferenz geben kann, weil teuer/aufwändig/nicht genug Spiele, die man parallel legen will (es hieß mal, das müssten schon mindestens sechs Partien sein, falls ein Spiel langweilig ist und woanders ist unterbrochen etc.): Es ist einfach zu viel. Es wär auch für die Gewohnheit und Planbarkeit so viel besser, wenn man was Vergleichbares zu Sa, 15:30h hätte.
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Danke für die Zusammenfassung!
Bist du dir sicher, dass der zweite Platz in der Liga direkt in der CL starten darf? Sollte sich das „Zulassungsverfahren“ (https://en.wikipedia.org/wiki/2025%E2%80%9326_UEFA_Women%27s_Champions_League#Distribution) zur CL-Saison 26/27 nicht ändern, müssten die Vize-Meisterinnen meiner Meinung nach in der 3. und der dritte Platz in der 2. Quali-Runde antreten, da Deutschland zum Ende der Saison 24/25 nur noch auf dem vierten Platz des Frauen-Verbands-Klubkoeffizienten (https://de.uefa.com/nationalassociations/uefarankings/womenscountry/?year=2025, was ein Name :D) lag.
Ja, stimmt, das ist mir durchgegangen, weil ich auf eine Tabelle geschaut habe, in der es auch noch so annotiert war… habe es angepasst. Danke dir!