Ally Gudorf im rot-weißen Trikot des SC Freiburg mit einem Einlaufkind an der Hand. Gudorf schaut genau in die Kamera. Im Hintergrund ist die Tribüne mit Fans erkennbar.

Ally Gudorf: „Das Jahr in den USA hat mir extrem viel gegeben“

Vor dem vergangenen Spieltag sprach Ally Gudorf im Interview über den Wechsel vom 1. FC Köln zum SC Freiburg, ein prägendes Jahr in den USA inklusive College-Fußball und die wechselhafte Saison mit dem SC.

Wie gewöhnt man sich eigentlich um, wenn man sich vorher fast das komplette Fußball-Leben lang bei einem Verein zu Hause gefühlt hat? Wenn es nach Ally Gudorf geht sehr schnell:

Ich wurde direkt super aufgenommen und habe mich sofort wohlgefühlt. Ich brauchte gar nicht viel Eingewöhnungszeit.

Ally Gudorf im Interview mit web.de

Das macht sich auch an den Einsatz-Zeiten bemerkbar, denn abgesehen von einer Partie stand Gudorf diese Saison in allen Spielen auf dem Platz. Ähnlich wie schon in Köln auf wechselnden Positionen: Während es in der Hinrunde noch häufiger die offensivere Position auf dem rechten Flügel war, spielte Gudorf zuletzt wieder vermehrt in der Defensive – laut eigener Aussage die Lieblingsposition.

Eine Erklärung für Freiburgs Saison zu finden, sei gar nicht so einfach und die Spielzeit eine „Berg- und Talfahrt“, so Gudorf:

Wir haben in den vermeintlich „leichten“ Spielen viele Punkte liegen lassen. Dann waren andererseits aber auch immer wieder richtig gute Spiele gegen gute Gegner dabei.

Ally Gudorf im Interview mit web.de

Im nach dem Gespräch stattgefunden Spiel gegen die SGS Essen gab es eine 0:1-Niederlage für Freiburg durch ein kurioses Tor von Ramona Maier in der 64. Minute. Der Ball prallte ihr vom Rücken der auf dem Boden liegenden Laura Pucks vor die Füße. Für beide Vereine geht es in dieser Saison nur noch um eine möglichst gute Platzierung und einen guten Saisonabschluss für die Fans.

Nur drei Punkte trennen den SC Freiburg aktuell von Gudorfs Ex-Verein Köln. Für den FC war Gudorf in der letzten Saison mit einem großen Impact auf die einzelnen Partien quasi nicht zu ersetzen und auch umgekehrt ist die Bedeutung des Vereins für Gudorf nach all den Jahren groß.

Eine andere prägende Zeit war das Jahr in den USA an der University of Central Florida in Orlando und im Team der UFC Knights. Eine Verbindung zur Stadt Orlando ist geblieben: „Ich bin ein bisschen Orlando-Pride-Fan“.

Das komplette Interview mit Ally Gudorf gibt es hier bei web.de.

Beitragsbild: IMAGO/Sports Press Photo

Written by 

Annika Becker ist freiberufliche Journalistin und berichtet u.a. für sportschau.de und die taz über den Fußball der Frauen. Sie beleuchtet regelmäßig strukturelle Themen im Sport und ist Co-Autorin zweier Videobeiträge für die Sportschau. Seit 2022 ist Becker Teil der Jury des Guardian zur Wahl der „100 best female footballers in the world“. 2024 wurde sie vom Medium-Magazin auf den 6. Platz bei den Journalist*innen des Jahres im Sport gewählt. Seit 2022 ist Becker Teil der Crew von „FRÜF – Frauen reden über Fußball“, früher podcastete sie bei der „Halbfeldflanke“ über Schalker Taktik-Unzulänglichkeiten. Sie ist auch im Radio zu hören, z.B. im DLF oder als Expertin bei der BBC. An den Wochenenden findet man sie auch privat im Stadion, Beckers Fußball-Herz schlägt für den FC Schalke 04 und die SGS Essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert